Der Lodestone

Geheime Geschichten aus den Schatten

Eine Reise ins Ungewisse

Als Krieger des LichtsAls Krieger des LichtsAls Krieger des LichtsAls Kriegerin des LichtsAls Kriegerin des LichtsAls Kriegerin des Lichts

Wenn man einen Blick in die Chroniken der Geschichte wirft, jenen unveränderlichen dicken Wälzern über vergangene Zeiten, stößt man unweigerlich auf zahlreiche bemerkenswerte Persönlichkeiten. Eroberer, Pioniere, Helden - Männer und Frauen, deren Leben von Bestimmung und Großtaten erfüllt waren.
Doch ich bin weder ein Erbauer von Nationen, noch ein Heilsbringer. Ich bin lediglich ein bescheidener Techniker und der achtzehnte Vorsitzende der Garlond-Metallwerke. Seit dem ersten Vorsitzenden hat jeder diese Position zu Lebzeiten weitergereicht, bis auf einen traurigen Gesellen, der drei Tage nach Amtsantritt verstarb. Nichtsdestotrotz haben wir 200 Jahre lang den Traum von „Frieden durch Technologie“ aufrechterhalten.

Am Ende jedoch werden die Historiker sich vor allem an den Namen Cid Garlond erinnern, und wir werden lediglich eine Fußnote seines Vermächtnisses sein.

Ein Vermächtnis, das wir mit großem Stolz weitertragen.


Die Garlond-Metallwerke nahmen ihren Anfang als Werkstätte in Geisterzoll und ich habe mir sagen lassen, dass ihr Einfluss sich einst bis in die entlegensten Winkel der Welt erstreckte. Ein deutlicher Kontrast zu unserer derzeitigen Unternehmung. Unsere Basis schmiegt sich nun an die Überreste des Hüters des Sees, ein Monument, an dem der Zahn der Zeit und gewisse Begehrlichkeiten genagt haben, da die Panzerung sich gut als Altmetall wiederverwerten ließ.
Diese Stätte ist ein heilloses Durcheinander, und doch kann ich mir keinen besseren Platz dafür vorstellen. Der umgebende See bildet ein natürliches Hindernis für Feinde und der Drache, dessen gewundenes Gerippe den Ort zusammenhält, soll eine bewegte Geschichte mit einem alten Freund der Metallwerke haben. Es gäbe wohl kaum einen passenderen Zufluchtsort für uns.
An jenem Ort genossen unsere Techniker und eine Reihe Freiwilliger eine wohlverdiente Pause. Nach unzähligen zermürbenden, schlaflosen Nächten waren die Arbeiten im Kristallturm endlich abgeschlossen und am folgenden Tag würde er durch Raum und Zeit in eine andere Welt transportiert werden - den ersten Splitter. Unsere Ressourcen waren eher dürftig, doch es gab jede Menge zu essen und zu trinken, um diesen Anlass zu begehen. Sie alle genossen die dringend benötigte Atempause in vollen Zügen. Viele feierten so ausgelassen, dass sie schließlich erschöpft in dem Versammlungssaal einschliefen.
Obwohl ich mit den anderen hätte Schäfchen zählen sollen, gab mein Verstand mir unentwegt Gründe, wachzubleiben. Und so saß ich dort und starrte ins Feuer. Glücklicherweise hatte ich dabei Gesellschaft.
„Ich habe mich schon immer gefragt ...“

Er blickte zu mir auf und seine blutroten Augen schienen in dem Schein des Feuers zu leuchten. Er bezeichnete sie selbst als Geschenk seiner Abstammung von allagischen Adeligen. Ein Geschenk, durch das der Kristallturm ihn hier in unsere Zeit brachte. Am folgenden Tag würde er eine weitere Reise antreten und diesmal unsere Hoffnungen und Träume für ein besseres Morgen auf seinen Schultern tragen. Ich vermochte mir kaum vorzustellen, wie sehr diese Bürde auf ihm lastete. Er hatte uns von vornherein versichert, dass er diese Mission dankend annimmt. Aber dennoch ...
Es gab so viel, was ich ihm sagen wollte, doch ich schob diese Dinge beiseite, um ihm zunächst eine Frage zu stellen, die mir schon seit geraumer Zeit auf der Zunge brannte.

„Warum hast du es getan? Warum bist du im Kristallturm zurückgeblieben?“

Er schaute mich ungläubig an, ehe er einen kurzen Seufzer ausstieß.

„Das fragst du mich jetzt?“

„Wann soll ich dich denn sonst fragen, morgen etwa? ... Ich verstehe, dass du der Einzige warst, der es tun konnte, und ich glaube, letztlich hast du die richtige Wahl getroffen. Wenn du nicht gewesen wärst, würden unsere Träume für immer unerfüllt bleiben. Doch es kann keine leichte Entscheidung gewesen sein. Was, wenn wir den Turm niemals geöffnet hätten?“

Welch eine Erleichterung es war, diese Worte endlich laut auszusprechen. Ich befürchte, er würde sie lediglich als gelangweiltes Gerede abtun, doch das nachdenkliche Wedeln seines Schwanzes ließ anderes vermuten, während er seinen Blick wieder auf das Feuer richtete.
Die Zeit schien stillzustehen, während wir schweigend dasaßen, aber ich wusste, das Warten war vorbei, als sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. Da bemerkte ich, dass er nicht in das Feuer blickte, sondern durch es hindurch - etwas entgegen, das noch mehr Strahlkraft besaß.

„Ich hätte bis in alle Ewigkeit geschlafen, und die Ironie eines solchen Schicksals ist mir nicht entgangen“, sagte er lachend.
„Denn es war in jenem Moment, als ich in den Turm ging und die Tore sich hinter mir schlossen, dass ich realisierte, was es bedeutet, sich über seinen Zweck klarzuwerden.“

„Wie meinst du das?“

„In jenen Tagen konnte ich lediglich davon träumen, an der Seite von Persönlichkeiten wie Cid, Nero, Biggs und Wedge zu stehen - Jahrhunderte später strebe ich noch immer danach, es zumindest ansatzweise mit ihrer Genialität aufzunehmen ...“

Er fuhr fort, indem er sie als Vorbilder an Einfallsreichtum pries, die in der Lage seien, von der Planung zur Produktion überzugehen, während er noch über Theorien brütete.
Als Nächstes erzählte er mir von Rammbroes von der Sankt Coinach-Stiftung. Rammbroes war vermutlich innerlich amüsiert über den jungen Historiker, der große Augen machte, als er mit einer solch gewichtigen Aufgabe betraut wurde, doch G’raha Tia war einfach nur außer sich vor Freude, dass er sich das Vertrauen seines Mentors verdient hatte.
Seinen Worten nach nahm die Expedition eine ungewöhnliche Wendung, als zwei Gelehrte ihrer Gruppe beitraten, Doga und Unei. In Wahrheit waren sie durch allagische Technologie geschaffene Klone, die seit Jahrtausenden im Kristallturm schlummerten. Als dieser im Zuge der Siebten Katastrophe zu Tage gefördert wurde und die Schrecken in seinem Inneren erwachten, ersuchten die beiden G’raha Tia und dessen Gefährten darum, den finsteren Entwürfen des Schöpfers des Turms, Kaiser Xande, ein Ende zu bereiten. Was als Mission zur Erlangung von Wissen begann, wurde schnell zu einem grauenvollen Aufstieg zur Spitze des Monuments, der in einem Kampf mit der Finsternis selbst gipfelte. Jeder Schritt auf diesem Weg, wie G’raha mich bei seiner Nacherzählung mehrfach erinnerte, wurde von dem größten Helden unserer Zeit angeführt. Ein Held, der in Liedern und Schriften verewigt wurde.

„... Es war, als würden sich die Legenden, die mir als Kind erzählt wurden, vor meinen Augen manifestieren. Es war eine Zeit für Heldentum, und am Ende fand ich endlich den Teil, den ich zu spielen hatte. Wie hätte ich da nicht in dem Turm bleiben können?“

„Nach solch einer Tortur wären sicherlich viele geneigt, ähnlich zu handeln. Aber ... hattest du denn gar keine Angst?“

„Natürlich hatte ich die. Aber Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.“ Er lehnte sich zurück, um an die Decke zu starren. „Er ist das Bezwingen der Angst.“

Das Dach über uns wurde kürzlich repariert, um Wind und Regen abzuhalten, doch trotz der Renovierungen hatte das Gebälk noch immer einige Lücken. An klaren Nächten konnte man einen kleinen Blick auf die funkelnden Sterne am Himmel erhaschen. G’raha Tia schien von ihnen bezaubert zu sein, während er in seinen Erinnerungen an lang vergangene Zeiten schwelgte.

„Solange wir zusammen waren, war es egal, welcher Gegner uns gegenüberstand oder welche Wendung des Schicksals sich gegen uns zu verschwören schien. Ich glaubte von ganzem Herzen, dass wir alles zu erreichen vermochten.“

Ich wollte gerade etwas sagen, doch als ich zu ihm herübersah, wie er mit fest entschlossenen Augen in den Himmel starrte, konnte ich nur lächeln und mich fragen, welch ein faszinierendes Leben er wohl geführt hatte. G’raha Tia, Cid, mein Großvater und die zahllosen anderen, die alles gegeben haben, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. War ihnen überhaupt bewusst, wie viele Leben sie berührten? Oder dass sie eine Gabe hatten, andere zu inspirieren? Was immer die Antwort auf diese Fragen sein mag, die Hoffnungen und Träume, die wir all die Jahre am Leben hielten, sollten sich schon bald verwirklichen. Allein der Gedanke daran ließ mein Herz höherschlagen.

„Und wir müssen weiter daran glauben. Für eine bessere Zukunft.“

Als ich ihm eine Faust zum Gruß entgegenstreckte, nahm G’raha Tia diese schnell zur Kenntnis, lächelte und streckte mir ebenfalls seine Faust entgegen.

„Ja, das müssen wir, mein Freund.“

Am nächsten Morgen war endlich die Stunde des Aufbruchs gekommen. Wir standen an der Schwelle einer ungewissen Zukunft, dem Versprechen eines Morgens, das wir womöglich nie erleben würden. Dennoch beteten wir. Dafür, dass unsere Opfer tatsächlich die Samen für eine bessere Zukunft gesät hatten. Dass auch er am Ende dieser Reise die Ernte einfahren könne. Wir beteten, während der Kristallturm zum Leben erwachte und in einem blendenden Lichtblitz verschwand.


Ich vermag nicht zu sagen, wie lange wir dort am Ufer des Silbertränensees standen. Erst als die Sonne sich ihren Weg über den Horizont bahnte, bemerkte ich den Fluss der Zeit wieder. Die Stille war bedrückend.

Wir konnten lediglich mutmaßen, dass G’raha Tias Plan jenseits des Risses weiter vorangetrieben würde, und dass wir unseren Teil dazu beigetragen hatten, ihn zu vollenden.

Da unsere Pflicht nun erfüllt war, fühlte ich mich, als würde ein Teil von mir fehlen, so wie der Kristallturm am Horizont von Mor Dhona fehlte. Ich redete mir ein, dass diese Lücke von einem Gefühl der Befriedigung gefüllt werden würde ... doch ein Teil von mir fürchtete, dass auch dieses sich leer anfühlen könnte. Zweihundert Jahre lang haben wir getüftelt und geschuftet, und unsere Bemühungen wurden nicht mit donnerndem Applaus belohnt, sondern mit der Ruhe und Stille des Sees.

Einer meiner Gefährten unterbrach diese Stille mit einer ziemlich passenden Frage.
„Bedeutet das ... dass auch wir nun verschwinden?“

Ich würde lügen, wenn ich behauptete, die Auswirkungen der Änderung der Geschichte zu verstehen. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass auch unsere Existenz in dem Moment ausgelöscht wird, als der Turm verschwand. Doch wir waren noch da. Unser Verbleib könnte auch darauf hingedeutet haben, dass G’raha Tias Mission gescheitert war ...

Nein. Ich weigerte mich zu glauben, dass er es zulassen würde, dass unsere Mühen vergebens waren. Die Achte Katastrophe wurde abgewendet ... in einer abweichenden Zeitlinie.

Die anderen kamen vermutlich zu dem gleichen Schluss. Als wir uns in der ansonsten unveränderten Landschaft umsahen, kam jemandem in der Menge ein Lachen über die Lippen. Die Welt lag zwar noch immer in Trümmern, doch sie gehörte uns. Ein beruhigender und anscheinend gar belustigender Gedanke - wenn man bedenkt, was sehr gut alles hätte passieren können.

Nachdem die Ausradierung von den Seiten der Geschichtsbücher unwahrscheinlich war, fanden wir einen Moment des Trostes. Wenn er doch nur länger bei uns verweilen würde. Unsere Vorfahren haben zahllose Prüfungen gemeistert, damit wir diesen Tag erleben konnten. Die Kontrolle über den Kristallturm zu übernehmen, die Schwingen der Zeit zu bändigen und sogar die Macht des Risses nutzbar zu machen. Doch wir hatten keine Ahnung von den uralten Kräften, die noch immer hier schlummerten.

Das plötzliche Geräusch einer erzitternden Erde schreckte uns auf. Verzweifelt suchten wir die Umgebung ab, um die Quelle dieser Beben zu finden, als ein Mann lauthals schrie: „Seht, dort drüben!“. Wir folgten seinem Blick zum Hüter des Sees, und was wir sahen, verschlug uns den Atem. Das Wrack, das wir unsere Heimat nannten, stürzte in den See. Stahlpanzerungen quietschten und ächzten protestierend, während sie auseinanderbrachen und ins Wasser platschten. War das Schiff wirklich so kaputt? Dann begann es, sich zu bewegen. Das gewundene Gerippe um das Schiff atmete, krümmte sich und erhob sich von seinem Ruheplatz.

„Bei den Göttern!“, schrie eine Stimme aus der Menge, „Midgardsormr lebt!“

Unsere Panik ging schnell in einem ohrenbetäubenden Gebrüll unter, das den Himmel erzittern ließ.

Midgardsormr hatte sich in die Lüfte erhoben. Nachdem er einen kurzen Moment lang über dem See kreiste, kam er auf uns zugeflogen.

Niemand wagte es, sich zu bewegen, geschweige denn, etwas zu sagen. Wir konnten nur erschrocken mitansehen, wie er auf uns zusteuerte. Doch warum sollte der Hohe Drache ausgerechnet jetzt erwachen? Bei den Himmeln, der Turm! Sein Aufbruch muss seine Ruhe gestört haben. Zweifellos hat er keine gute Laune. Das Blut gefror mir in den Adern, als ich daran dachte, was als Nächstes passieren könnte. Meine Gedankenspiele wurden von einer tiefen, grollenden Stimme unterbrochen.

„Der Turm ... War das euer Tun, Sterbliche?“

„Ich bitte vielmals um Verzeihung. Es ... Es war nicht unsere Absicht, dich aufzuwecken.“

Eine qualvolle Stille folgte dieser Bemerkung. Ehe ich es realisierte, waren meine geballten Fäuste völlig verschwitzt. Du hast nichts zu befürchten. Immerhin hat er sich einst mit Cid Garlond und den anderen angefreundet. Doch so sehr ich es auch versuchte, ich konnte das Gefühl nicht loswerden, dass uns schon bald sein Zorn treffen würde.

„Ich habe lange gewartet. Mitangesehen, wie sich die Welt durch eure Hand veränderte.“

Der Drachen fuhr mit einem Brummen fort, doch sein Ton verriet nichts über seine Absichten.

„Krieg. Katastrophen. Ich verstehe eure Mühen und den Mut, den es braucht, um sie zu überwinden, nur zu gut. Doch die Sterblichen sind unbeständig, ihre Leben flüchtig und gebrechlich. Erfolg im Angesicht dieser Eigenart ist ... beeindruckend.“

Midgardsormr beugte sich herunter und seine Augen richteten sich auf ein junges Mädchen und die Figur in ihren Händen. Großvaters Omega-Replik. Sie war äußerst alt und wurde scherzhaft als Senior-Mitglied der Metallwerke bezeichnet. Ihr Alter machte sich bereits deutlich bemerkbar. Obwohl wir den Energiekern ausgetauscht hatten, schaltete sie sich manchmal einfach ab, und aufgrund fehlerhafter Sensoren stieß sie ständig überall gegen, einschließlich Midgardsormr, als sein Körper noch die Wände unserer Werkstätte bildete.

Ehrlich gesagt wäre es leichter gewesen, eine neue Replik zu bauen, als die alte zu reparieren. Dieser Plan musste jedoch warten, da alle übereinstimmend der Meinung waren, dass die Arbeit am Kristallturm Vorrang hätte.

Midgardsormr neigte seinen Kopf noch weiter nach unten, um die stockende Marionette in Augenschein zu nehmen und stieß einen äußerst ungewöhnlichen Laut aus. Ich habe zugegebenermaßen keinerlei Ahnung von Drachen, doch seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war ich mir beinahe sicher, dass es ... ein Lachen war.

Vielleicht war es diese amüsierte Reaktion oder die ansonsten friedvolle Umgebung, doch jedes Gefühl von Beklommenheit, das ich bis dahin empfunden hatte, war in jenem Moment wie verflogen. Mein Puls raste und ich konnte spüren, wie die Hitze in mir aufstieg. Plötzlich erinnerte ich mich an G’raha Tias Worte von letzter Nacht.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben ... Er ist das Bezwingen der Angst.
Ich begann zu realisieren, dass Midgardsormrs Anwesenheit nicht furchterregend, sondern aufregend war. Sein Erscheinen war ein Zeichen des dringend benötigten Wandels in unseren Leben. Seine Augen richteten sich in diesem Moment auf mich und ich brachte den Mut auf, seinem standhaften Blick zu begegnen.

„Sag mir, Sterblicher. Was siehst du am Ende des Traums?“

„Ich sehe ...“

Eine Zukunft, in der die Achte Katastrophe nie eingetroffen ist, in der Eorzeas Held gesund und munter ist. Nein, dieser Traum ist der von G’raha Tia. Die Fähigkeiten, um diesen Traum zu verwirklichen, liegen jedoch bei uns. Also werden wir wohl einen neuen Traum finden müssen.

„Ich sehe eine Welt, die vom Rand des Abgrunds zurückgezogen wurde. Eine Welt, die vor dem Ruin gerettet wurde.“

Midgardsormrs dröhnendes Gelächter war unverkennbar.

„Also schön. Unter meinem Schutz sollen du und die deinen diese Welt wiederaufbauen und neues Wissen sowie die Weisheit erlangen, dieses einzusetzen. So mögen die Sterblichen eine neue Ära des Lichts einleiten.“

Und damit begann unsere Reise von Neuem. Wenn G’raha Tia doch nur mitansehen könnte, was wir erreichen würden. Doch obwohl wir nun für immer auf verschiedenen Seiten der Geschichte verweilen, finde ich Trost in dem Wissen, dass wir nach der gleichen strahlenden Zukunft streben.
Wenn man einen Blick in die Chroniken der Geschichte wirft, jenen unveränderlichen dicken Wälzern über vergangene Zeiten, stößt man unweigerlich auf zahlreiche bemerkenswerte Persönlichkeiten. Eroberer, Pioniere, Helden - Männer und Frauen, deren Leben von Bestimmung und Großtaten erfüllt waren.
Doch ich bin weder ein Erbauer von Nationen, noch ein Heilsbringer. Ich bin lediglich ein bescheidener Techniker und der achtzehnte Vorsitzende der Garlond-Metallwerke. Seit dem ersten Vorsitzenden hat jeder diese Position zu Lebzeiten weitergereicht, bis auf einen traurigen Gesellen, der drei Tage nach Amtsantritt verstarb. Nichtsdestotrotz haben wir 200 Jahre lang den Traum von „Frieden durch Technologie“ aufrechterhalten.

Am Ende jedoch werden die Historiker sich vor allem an den Namen Cid Garlond erinnern, und wir werden lediglich eine Fußnote seines Vermächtnisses sein.

Ein Vermächtnis, das wir mit großem Stolz weitertragen.


Die Garlond-Metallwerke nahmen ihren Anfang als Werkstätte in Geisterzoll und ich habe mir sagen lassen, dass ihr Einfluss sich einst bis in die entlegensten Winkel der Welt erstreckte. Ein deutlicher Kontrast zu unserer derzeitigen Unternehmung. Unsere Basis schmiegt sich nun an die Überreste des Hüters des Sees, ein Monument, an dem der Zahn der Zeit und gewisse Begehrlichkeiten genagt haben, da die Panzerung sich gut als Altmetall wiederverwerten ließ.
Diese Stätte ist ein heilloses Durcheinander, und doch kann ich mir keinen besseren Platz dafür vorstellen. Der umgebende See bildet ein natürliches Hindernis für Feinde und der Drache, dessen gewundenes Gerippe den Ort zusammenhält, soll eine bewegte Geschichte mit einer alten Freundin der Metallwerke haben. Es gäbe wohl kaum einen passenderen Zufluchtsort für uns.
An jenem Ort genossen unsere Techniker und eine Reihe Freiwilliger eine wohlverdiente Pause. Nach unzähligen zermürbenden, schlaflosen Nächten waren die Arbeiten im Kristallturm endlich abgeschlossen und am folgenden Tag würde er durch Raum und Zeit in eine andere Welt transportiert werden - den ersten Splitter. Unsere Ressourcen waren eher dürftig, doch es gab jede Menge zu essen und zu trinken, um diesen Anlass zu begehen. Sie alle genossen die dringend benötigte Atempause in vollen Zügen. Viele feierten so ausgelassen, dass sie schließlich erschöpft in dem Versammlungssaal einschliefen.
Obwohl ich mit den anderen hätte Schäfchen zählen sollen, gab mein Verstand mir unentwegt Gründe, wachzubleiben. Und so saß ich dort und starrte ins Feuer. Glücklicherweise hatte ich dabei Gesellschaft.
„Ich habe mich schon immer gefragt ...“

Er blickte zu mir auf und seine blutroten Augen schienen in dem Schein des Feuers zu leuchten. Er bezeichnete sie selbst als Geschenk seiner Abstammung von allagischen Adeligen. Ein Geschenk, durch das der Kristallturm ihn hier in unsere Zeit brachte. Am folgenden Tag würde er eine weitere Reise antreten und diesmal unsere Hoffnungen und Träume für ein besseres Morgen auf seinen Schultern tragen. Ich vermochte mir kaum vorzustellen, wie sehr diese Bürde auf ihm lastete. Er hatte uns von vornherein versichert, dass er diese Mission dankend annimmt. Aber dennoch ...
Es gab so viel, was ich ihm sagen wollte, doch ich schob diese Dinge beiseite, um ihm zunächst eine Frage zu stellen, die mir schon seit geraumer Zeit auf der Zunge brannte.

„Warum hast du es getan? Warum bist du im Kristallturm zurückgeblieben?“

Er schaute mich ungläubig an, ehe er einen kurzen Seufzer ausstieß.

„Das fragst du mich jetzt?“

„Wann soll ich dich denn sonst fragen, morgen etwa? ... Ich verstehe, dass du der Einzige warst, der es tun konnte, und ich glaube, letztlich hast du die richtige Wahl getroffen. Wenn du nicht gewesen wärst, würden unsere Träume für immer unerfüllt bleiben. Doch es kann keine leichte Entscheidung gewesen sein. Was, wenn wir den Turm niemals geöffnet hätten?“

Welch eine Erleichterung es war, diese Worte endlich laut auszusprechen. Ich befürchte, er würde sie lediglich als gelangweiltes Gerede abtun, doch das nachdenkliche Wedeln seines Schwanzes ließ anderes vermuten, während er seinen Blick wieder auf das Feuer richtete.
Die Zeit schien stillzustehen, während wir schweigend dasaßen, aber ich wusste, das Warten war vorbei, als sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. Da bemerkte ich, dass er nicht in das Feuer blickte, sondern durch es hindurch - etwas entgegen, das noch mehr Strahlkraft besaß.

„Ich hätte bis in alle Ewigkeit geschlafen, und die Ironie eines solchen Schicksals ist mir nicht entgangen“, sagte er lachend.
„Denn es war in jenem Moment, als ich in den Turm ging und die Tore sich hinter mir schlossen, dass ich realisierte, was es bedeutet, sich über seinen Zweck klarzuwerden.“

„Wie meinst du das?“

„In jenen Tagen konnte ich lediglich davon träumen, an der Seite von Persönlichkeiten wie Cid, Nero, Biggs und Wedge zu stehen - Jahrhunderte später strebe ich noch immer danach, es zumindest ansatzweise mit ihrer Genialität aufzunehmen ...“

Er fuhr fort, indem er sie als Vorbilder an Einfallsreichtum pries, die in der Lage seien, von der Planung zur Produktion überzugehen, während er noch über Theorien brütete.
Als Nächstes erzählte er mir von Rammbroes von der Sankt Coinach-Stiftung. Rammbroes war vermutlich innerlich amüsiert über den jungen Historiker, der große Augen machte, als er mit einer solch gewichtigen Aufgabe betraut wurde, doch G’raha Tia war einfach nur außer sich vor Freude, dass er sich das Vertrauen seines Mentors verdient hatte.
Seinen Worten nach nahm die Expedition eine ungewöhnliche Wendung, als zwei Gelehrte ihrer Gruppe beitraten, Doga und Unei. In Wahrheit waren sie durch allagische Technologie geschaffene Klone, die seit Jahrtausenden im Kristallturm schlummerten. Als dieser im Zuge der Siebten Katastrophe zu Tage gefördert wurde und die Schrecken in seinem Inneren erwachten, ersuchten die beiden G’raha Tia und dessen Gefährten darum, den finsteren Entwürfen des Schöpfers des Turms, Kaiser Xande, ein Ende zu bereiten. Was als Mission zur Erlangung von Wissen begann, wurde schnell zu einem grauenvollen Aufstieg zur Spitze des Monuments, der in einem Kampf mit der Finsternis selbst gipfelte. Jeder Schritt auf diesem Weg, wie G’raha mich bei seiner Nacherzählung mehrfach erinnerte, wurde von der größten Heldin unserer Zeit angeführt. Eine Heldin, die in Liedern und Schriften verewigt wurde.

„... Es war, als würden sich die Legenden, die mir als Kind erzählt wurden, vor meinen Augen manifestieren. Es war eine Zeit für Heldentum, und am Ende fand ich endlich den Teil, den ich zu spielen hatte. Wie hätte ich da nicht in dem Turm bleiben können?“

„Nach solch einer Tortur wären sicherlich viele geneigt, ähnlich zu handeln. Aber ... hattest du denn gar keine Angst?“

„Natürlich hatte ich die. Aber Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.“ Er lehnte sich zurück, um an die Decke zu starren. „Er ist das Bezwingen der Angst.“

Das Dach über uns wurde kürzlich repariert, um Wind und Regen abzuhalten, doch trotz der Renovierungen hatte das Gebälk noch immer einige Lücken. An klaren Nächten konnte man einen kleinen Blick auf die funkelnden Sterne am Himmel erhaschen. G’raha Tia schien von ihnen bezaubert zu sein, während er in seinen Erinnerungen an lang vergangene Zeiten schwelgte.

„Solange wir zusammen waren, war es egal, welcher Gegner uns gegenüberstand oder welche Wendung des Schicksals sich gegen uns zu verschwören schien. Ich glaubte von ganzem Herzen, dass wir alles zu erreichen vermochten.“

Ich wollte gerade etwas sagen, doch als ich zu ihm herübersah, wie er mit fest entschlossenen Augen in den Himmel starrte, konnte ich nur lächeln und mich fragen, welch ein faszinierendes Leben er wohl geführt hatte. G’raha Tia, Cid, mein Großvater und die zahllosen anderen, die alles gegeben haben, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. War ihnen überhaupt bewusst, wie viele Leben sie berührten? Oder dass sie eine Gabe hatten, andere zu inspirieren? Was immer die Antwort auf diese Fragen sein mag, die Hoffnungen und Träume, die wir all die Jahre am Leben hielten, sollten sich schon bald verwirklichen. Allein der Gedanke daran ließ mein Herz höherschlagen.

„Und wir müssen weiter daran glauben. Für eine bessere Zukunft.“

Als ich ihm eine Faust zum Gruß entgegenstreckte, nahm G’raha Tia diese schnell zur Kenntnis, lächelte und streckte mir ebenfalls seine Faust entgegen.

„Ja, das müssen wir, mein Freund.“

Am nächsten Morgen war endlich die Stunde des Aufbruchs gekommen. Wir standen an der Schwelle einer ungewissen Zukunft, dem Versprechen eines Morgens, das wir womöglich nie erleben würden. Dennoch beteten wir. Dafür, dass unsere Opfer tatsächlich die Samen für eine bessere Zukunft gesät hatten. Dass auch er am Ende dieser Reise die Ernte einfahren könne. Wir beteten, während der Kristallturm zum Leben erwachte und in einem blendenden Lichtblitz verschwand.


Ich vermag nicht zu sagen, wie lange wir dort am Ufer des Silbertränensees standen. Erst als die Sonne sich ihren Weg über den Horizont bahnte, bemerkte ich den Fluss der Zeit wieder. Die Stille war bedrückend.

Wir konnten lediglich mutmaßen, dass G’raha Tias Plan jenseits des Risses weiter vorangetrieben würde, und dass wir unseren Teil dazu beigetragen hatten, ihn zu vollenden.

Da unsere Pflicht nun erfüllt war, fühlte ich mich, als würde ein Teil von mir fehlen, so wie der Kristallturm am Horizont von Mor Dhona fehlte. Ich redete mir ein, dass diese Lücke von einem Gefühl der Befriedigung gefüllt werden würde ... doch ein Teil von mir fürchtete, dass auch dieses sich leer anfühlen könnte. Zweihundert Jahre lang haben wir getüftelt und geschuftet, und unsere Bemühungen wurden nicht mit donnerndem Applaus belohnt, sondern mit der Ruhe und Stille des Sees.

Einer meiner Gefährten unterbrach diese Stille mit einer ziemlich passenden Frage.
„Bedeutet das ... dass auch wir nun verschwinden?“

Ich würde lügen, wenn ich behauptete, die Auswirkungen der Änderung der Geschichte zu verstehen. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass auch unsere Existenz in dem Moment ausgelöscht wird, als der Turm verschwand. Doch wir waren noch da. Unser Verbleib könnte auch darauf hingedeutet haben, dass G’raha Tias Mission gescheitert war ...

Nein. Ich weigerte mich zu glauben, dass er es zulassen würde, dass unsere Mühen vergebens waren. Die Achte Katastrophe wurde abgewendet ... in einer abweichenden Zeitlinie.

Die anderen kamen vermutlich zu dem gleichen Schluss. Als wir uns in der ansonsten unveränderten Landschaft umsahen, kam jemandem in der Menge ein Lachen über die Lippen. Die Welt lag zwar noch immer in Trümmern, doch sie gehörte uns. Ein beruhigender und anscheinend gar belustigender Gedanke - wenn man bedenkt, was sehr gut alles hätte passieren können.

Nachdem die Ausradierung von den Seiten der Geschichtsbücher unwahrscheinlich war, fanden wir einen Moment des Trostes. Wenn er doch nur länger bei uns verweilen würde. Unsere Vorfahren haben zahllose Prüfungen gemeistert, damit wir diesen Tag erleben konnten. Die Kontrolle über den Kristallturm zu übernehmen, die Schwingen der Zeit zu bändigen und sogar die Macht des Risses nutzbar zu machen. Doch wir hatten keine Ahnung von den uralten Kräften, die noch immer hier schlummerten.

Das plötzliche Geräusch einer erzitternden Erde schreckte uns auf. Verzweifelt suchten wir die Umgebung ab, um die Quelle dieser Beben zu finden, als ein Mann lauthals schrie: „Seht, dort drüben!“. Wir folgten seinem Blick zum Hüter des Sees, und was wir sahen, verschlug uns den Atem. Das Wrack, das wir unsere Heimat nannten, stürzte in den See. Stahlpanzerungen quietschten und ächzten protestierend, während sie auseinanderbrachen und ins Wasser platschten. War das Schiff wirklich so kaputt? Dann begann es, sich zu bewegen. Das gewundene Gerippe um das Schiff atmete, krümmte sich und erhob sich von seinem Ruheplatz.

„Bei den Göttern!“, schrie eine Stimme aus der Menge, „Midgardsormr lebt!“

Unsere Panik ging schnell in einem ohrenbetäubenden Gebrüll unter, das den Himmel erzittern ließ.

Midgardsormr hatte sich in die Lüfte erhoben. Nachdem er einen kurzen Moment lang über dem See kreiste, kam er auf uns zugeflogen.

Niemand wagte es, sich zu bewegen, geschweige denn, etwas zu sagen. Wir konnten nur erschrocken mitansehen, wie er auf uns zusteuerte. Doch warum sollte der Hohe Drache ausgerechnet jetzt erwachen? Bei den Himmeln, der Turm! Sein Aufbruch muss seine Ruhe gestört haben. Zweifellos hat er keine gute Laune. Das Blut gefror mir in den Adern, als ich daran dachte, was als Nächstes passieren könnte. Meine Gedankenspiele wurden von einer tiefen, grollenden Stimme unterbrochen.

„Der Turm ... War das euer Tun, Sterbliche?“

„Ich bitte vielmals um Verzeihung. Es ... Es war nicht unsere Absicht, dich aufzuwecken.“

Eine qualvolle Stille folgte dieser Bemerkung. Ehe ich es realisierte, waren meine geballten Fäuste völlig verschwitzt. Du hast nichts zu befürchten. Immerhin hat er sich einst mit Cid Garlond und den anderen angefreundet. Doch so sehr ich es auch versuchte, ich konnte das Gefühl nicht loswerden, dass uns schon bald sein Zorn treffen würde.

„Ich habe lange gewartet. Mitangesehen, wie sich die Welt durch eure Hand veränderte.“

Der Drachen fuhr mit einem Brummen fort, doch sein Ton verriet nichts über seine Absichten.

„Krieg. Katastrophen. Ich verstehe eure Mühen und den Mut, den es braucht, um sie zu überwinden, nur zu gut. Doch die Sterblichen sind unbeständig, ihre Leben flüchtig und gebrechlich. Erfolg im Angesicht dieser Eigenart ist ... beeindruckend.“

Midgardsormr beugte sich herunter und seine Augen richteten sich auf ein junges Mädchen und die Figur in ihren Händen. Großvaters Omega-Replik. Sie war äußerst alt und wurde scherzhaft als Senior-Mitglied der Metallwerke bezeichnet. Ihr Alter machte sich bereits deutlich bemerkbar. Obwohl wir den Energiekern ausgetauscht hatten, schaltete sie sich manchmal einfach ab, und aufgrund fehlerhafter Sensoren stieß sie ständig überall gegen, einschließlich Midgardsormr, als sein Körper noch die Wände unserer Werkstätte bildete.

Ehrlich gesagt wäre es leichter gewesen, eine neue Replik zu bauen, als die alte zu reparieren. Dieser Plan musste jedoch warten, da alle übereinstimmend der Meinung waren, dass die Arbeit am Kristallturm Vorrang hätte.

Midgardsormr neigte seinen Kopf noch weiter nach unten, um die stockende Marionette in Augenschein zu nehmen und stieß einen äußerst ungewöhnlichen Laut aus. Ich habe zugegebenermaßen keinerlei Ahnung von Drachen, doch seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war ich mir beinahe sicher, dass es ... ein Lachen war.

Vielleicht war es diese amüsierte Reaktion oder die ansonsten friedvolle Umgebung, doch jedes Gefühl von Beklommenheit, das ich bis dahin empfunden hatte, war in jenem Moment wie verflogen. Mein Puls raste und ich konnte spüren, wie die Hitze in mir aufstieg. Plötzlich erinnerte ich mich an G’raha Tias Worte von letzter Nacht.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben ... Er ist das Bezwingen der Angst.
Ich begann zu realisieren, dass Midgardsormrs Anwesenheit nicht furchterregend, sondern aufregend war. Sein Erscheinen war ein Zeichen des dringend benötigten Wandels in unseren Leben. Seine Augen richteten sich in diesem Moment auf mich und ich brachte den Mut auf, seinem standhaften Blick zu begegnen.

„Sag mir, Sterblicher. Was siehst du am Ende des Traums?“

„Ich sehe ...“

Eine Zukunft, in der die Achte Katastrophe nie eingetroffen ist, in der Eorzeas Heldin gesund und munter ist. Nein, dieser Traum ist der von G’raha Tia. Die Fähigkeiten, um diesen Traum zu verwirklichen, liegen jedoch bei uns. Also werden wir wohl einen neuen Traum finden müssen.

„Ich sehe eine Welt, die vom Rand des Abgrunds zurückgezogen wurde. Eine Welt, die vor dem Ruin gerettet wurde.“

Midgardsormrs dröhnendes Gelächter war unverkennbar.

„Also schön. Unter meinem Schutz sollen du und die deinen diese Welt wiederaufbauen und neues Wissen sowie die Weisheit erlangen, dieses einzusetzen. So mögen die Sterblichen eine neue Ära des Lichts einleiten.“

Und damit begann unsere Reise von Neuem. Wenn G’raha Tia doch nur mitansehen könnte, was wir erreichen würden. Doch obwohl wir nun für immer auf verschiedenen Seiten der Geschichte verweilen, finde ich Trost in dem Wissen, dass wir nach der gleichen strahlenden Zukunft streben.