Der Lodestone

Erinnerungen im Dämmerlicht

Tanz im Flammenhimmel


Wenige Tage erst waren seit dem Tod ihres Vaters vergangen. Fordola wollte einfach nur noch weg. Irgendwohin, wo sie die Tränen ihrer Mutter nicht mehr sehen musste, die seither unaufhörlich flossen. Und wo sie selbst weinen konnte, denn vor ihrer Mutter konnte sie es nicht. Ihre Landsleute verachteten sie ebenso wie die Garlear. Fordolas Herz war ein Trümmerfeld. Jeder Tag war eine Qual und warf die Frage nach dem Sinn des Lebens von Neuem auf.

Die Sonne neigte sich bereits zum Untergang, als Fordola durch die halbdunkle Seitengasse huschte, von der sie wusste, dass sie von kaiserlichen Soldaten nicht patrouilliert wurde. Der Spalt in der Stadtmauer war höchstens wenige Fußlängen breit, doch das genügte für ein dünnes Kind wie Fordola, um durchzuschlüpfen. Endlich war sie an ihrem Ziel angelangt. Von hier aus bot sich ein überwältigender Ausblick auf die zerklüfteten Berge von Abalathias Rückgrat. Das war ihr Geheimversteck. Hierher kam Fordola, wenn sie allein sein wollte. Sie kniff die Augen zusammen, um besser gegen die tief stehende Sonne sehen zu können.
Sie liebte den purpurroten Himmel bei Sonnenuntergang.
„Papa, warum wird der Himmel rot?“
Andere hätten sich über diese Frage vielleicht lustig gemacht, doch nicht Fordolas Vater. Er hatte sie immer ernst genommen und versucht, mit ihr gemeinsam eine Antwort auf alles zu finden. So war ihr Vater gewesen: aufmerksam und warmherzig.

Fordola spürte etwas hinter sich und schrak aus ihren Erinnerungen auf. Als sie sich umdrehte, starrte eine riesige blaue Bestie mit gelben Augen auf sie herab. Es war ein Abaddon, eine gewaltige Amphibie, die als Räuber der Seeufer gefürchtet wurde. Der Hunger hatte ihn wohl hierhergetrieben. Er ließ seine Zunge kurz über die Lippen huschen und musterte gierig seine Beute. Es war seltsam. Fordola wusste, dass sie nun sterben würde, aber sie blieb ganz ruhig bei dem Gedanken. Er erfüllte sie nicht mit Furcht.

„Huaaargh ...!“

Zuerst hörte sie nur den Kampfschrei einer Frau. Dann vernahm sie ein Sausen und einen dumpf hallenden Schlag. Im nächsten Augenblick war die riesige Bestie ... verschwunden. Doch nur wenige Sekunden später sah Fordola den Abaddon in einiger Entfernung von ihr mit voller Wucht auf den Boden krachen. Er war auf dem Rücken gelandet und zappelte mit seinen kurzen Beinen hilflos in der Luft. Die Frau, die den Schrei ausgestoßen hatte und eine Kriegerin zu sein schien, näherte sich mit schnellen Schritten der perplexen Fordola.

„Alles in Ordnung? Bist du verletzt?“

Fordola, die vor lauter Schreck das Gleichgewicht verloren hatte und auf dem Hosenboden gelandet war, brachte nur ein Kopfschütteln zustande. Die Kriegerin stieß ein erleichtertes „Was für ein Glück!“ aus und streckte die Hand nach ihr aus, um sie hochzuziehen. Das heruntergeklappte Visier des Helms verdeckte nur die obere Hälfte ihres Gesichts, weshalb Fordola sehen konnte, dass sie lächelte. „Was für ein schöner Anblick“, ging es ihr durch den Kopf. „Irgendwie passend zum roten Abendhimmel.“

„Ich heiße Yda! Freut mich, dich kennenzulernen.“

Yda hielt ihr die Hand zur Begrüßung hin, doch als Fordola keine Anstalten machte, sie zu schütteln, fasste die Kriegerin sie kurz entschlossen an beiden Händen und ließ sie auf und ab hüpfen. So wie bei einem kleinen Kind – oder vielmehr so, wie kleine Kinder es manchmal tun. Ein vergnügtes Lächeln umspielte ihre Lippen.

„W-Was machst du da?“

„Wie heißt du?“

„Fordola ...“

„Bist du ganz allein gekommen? Wo sind deine Eltern?“

„Meine Mutter ist zu Hause und mein Vater ... er ...“

Fordola verstummte und sah zu Boden. „Verstehe“, sagte Yda und fragte nicht mehr weiter.

„Lass uns morgen wieder hier treffen!“

Ydas Vorschlag kam aus heiterem Himmel.
„Warum willst du, dass wir uns wiedersehen?“, fragte Fordola schließlich.
„Na, weil wir jetzt Freunde sind!“, erklärte Yda bestimmt.
Mit dieser Antwort hatte Fordola nicht gerechnet. Auch wenn die Frau ihr das Leben gerettet hatte, Freunde waren sie deswegen noch lange nicht. Doch Yda schien ein Nein als Antwort nicht zu akzeptieren.

„Keine Angst. Sollte sich ein weiteres Biest zeigen, fliegt es noch höher als der Abaddon von vorhin! “

Ydas kräftiger Griff um Fordolas Hände verriet ihre Entschlossenheit. Widerspruch schien zwecklos und so nickte Fordola schließlich.

Von da an traf sich Fordola beinahe täglich mit Yda und ließ sich von ihr zu den aufregendsten Orten führen. Niemals würde sie den Tag vergessen, an dem sie mit Yda die salzigen Tiefen des Seldsees erkundete und bei ihrer Heimkehr ihre Mutter anlügen musste, um ihr ihre roten Augen zu erklären. Oder die Tage im Wald, die sie mit Jagen verbrachten. Von Yda lernte sie, worauf es bei der Jagd ankommt. Wie stolz war sie gewesen, als sie zum ersten Mal eigenhändig ein wildes Tier erlegt hatte! Yda hatte ein Lagerfeuer angezündet und aus dem Fleisch einen einfachen, aber köstlichen Eintopf zubereitet. Er schmeckte herber als der Eintopf ihrer Mutter, aber Fordola aß mit Genuss ihren Teller leer und bat sogar um einen Nachschlag. An jenem Tag hatte sie sich zum ersten Mal seit dem Tod ihres Vaters wieder von Herzen gefreut, am Leben zu sein.

Yda sprach oft von ihrer kleinen Schwester, die ebenfalls früh ihren Vater verloren hatte. Um sie aufzumuntern, hatte Yda sie überallhin mitgenommen und ihr die schönsten Orte gezeigt.

„Als ich dich dort so traurig in die Ferne starren sah, hast du mich sehr an meine Schwester erinnert. Deswegen musste ich dich einfach ansprechen.“

Eines Tages vertraute ihr Yda an, dass sie sich mit ihrem „Kumpel“ auf einer mehrwöchigen Mission befinde und sie nur noch so lange in Gyr Abania zu verweilen gedenke, bis die Mission abgeschlossen sei. Auf Fordolas Frage, um was für eine Angelegenheit es sich denn handle, lachte sie nur und ging nicht weiter darauf ein. Doch in den Kontaktperlengesprächen, die sie hin und wieder mit ihrem „Kumpel“ führte, fiel mehrmals das Stichwort „Flucht“.
Bestimmt plante Yda, das Kaiserreich zu verraten und zu den Feinden überzulaufen. Und dennoch vertraute Fordola Yda mehr als irgendjemandem sonst ...

„Willst du nicht mitkommen?“

Es war gegen Ende ihrer Mission, als Yda mit dieser Frage herausplatzte. Ihr Vorschlag lautete, dass Fordola mit ihr gemeinsam Ala Mhigo verlassen solle, um an einem anderen Ort ein neues Leben in Freiheit anzufangen. Doch Fordola zögerte. Würde sie ihre Familie und ihre Freunde mitnehmen können? Yda sah sie traurig an.

„Ein, zwei weitere Personen werden wir wohl noch im Gepäckkarren unterbringen können, doch wenn es zu viele sind ... Es tut mir leid, ich weiß, es ist keine leichte Entscheidung.“

Fordola hatte Yda gegenüber einmal seufzend gestanden, wie sehr sie sich manchmal wünschte, einfach wegzulaufen. Das musste sie sich gemerkt haben.
Yda riet ihr, sich die Sache gut zu überlegen und sich mit Freunden und Familie zu beraten. Dann teilte sie ihr mit, wann und wo sie sich einzufinden hatte, falls sie den Vorschlag annehmen wollte. An diesem Tag würde Yda Ala Mhigo verlassen.

Fordola beschloss, sich ihren vier engsten Freunden anzuvertrauen. Nachdem Fordola zu Ende gesprochen hatte, herrschte für eine lange Zeit Schweigen. Emelin war schließlich die Erste, die sich zu Wort meldete.

„Ich kann meine Familie nicht im Stich lassen ... Aber ich will auch nicht von dir getrennt werden!“

Emelin blickte zu Boden, um ihre Tränen zu verbergen. Auch der bullige Junge neben ihr namens Hrudolf war sichtlich aufgewühlt.

„Ich ... ich muss mich um meinen Großvater kümmern. Er ist alt und gebrechlich und braucht mich. Tut mir wirklich leid ...“

Fordola ließ enttäuscht die Schultern hängen.

„Ich verstehe dich, Fordola. Ich weiß, wie schwer es für dich war, als dein Vater starb. Mir ist auch nicht entgangen, dass du in letzter Zeit wieder viel fröhlicher bist ... Daher geh, wenn du gehen möchtest. Ich werde dich nicht aufhalten, auch wenn du mir unglaublich fehlen wirst.“

In Charlets Augen schimmerten Tränen. Sein Bruder Ansfrid, der bis zuletzt geschwiegen hatte, hielt es nicht mehr länger aus und schrie:

„Seid ihr alle nicht ganz dicht?! Sie hat doch uns, wozu muss sie dann weggehen? Fordola, bitte, bleib!“

Ansfrids Lippen zitterten und er ballte die Fäuste, bis die Knöchel weiß hervortraten. Charlet brach in Tränen aus.

„Er hat Recht. Bitte, Fordola, geh nicht! Ich dachte, wir würden für immer zusammenbleiben ...“

„Ja, bitte geh nicht! Wir gehören doch zusammen!“

Auch Emelin stimmte nun in den Heulkanon ein.
„Was für Jammerlappen“, dachte Fordola, doch insgeheim stimmte es sie froh, wie sehr ihr ihre Freunde zugetan waren. Hin- und hergerissen zwischen der Loyalität gegenüber ihrem Heimatland und dem Kaiserreich hatten sie gemeinsam schon so viel durchlitten. Sie konnte sie jetzt nicht im Stich lassen. Fordola beschloss, Ydas Angebot abzulehnen und in Ala Mhigo zu bleiben.
„Irgendwann wird mich das Schicksal bestimmt wieder mit Yda zusammenführen“, dachte sie und schwor sich, ihre Freundin am Tag der Abreise mit einem Lächeln zu verabschieden, auch wenn es ihr schwerfallen würde. Eine innere Ruhe erfüllte sie, denn sie wusste, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Hätte sie geahnt, dass ihr Gespräch mit ihren Freunden belauscht worden war, wäre sie wohl weniger gefasst gewesen ...

Am Tag des Abschieds wartete Fordola pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.
Als Yda erschien, bemerkte Fordola sofort, dass etwas nicht in Ordnung war. Statt wie üblich mit einem Lächeln auf dem Gesicht auf Fordola zuzugehen, blieb sie alle paar Schritte stehen und sah sich wachsam um. Auch Fordola musterte nun nervös ihre Umgebung. Doch da war nichts Ungewöhnliches, nur die üblichen Ruinen, die sich aneinanderreihten.

„Yda?“

Yda schien Fordolas Flüstern nicht gehört zu haben. Ein Kontaktperlenanruf hatte sie erreicht, vermutlich von ihrem „Kumpel“.

„Verstehe. Hier ist auch ein Problem aufgetreten ... Gut, dann lass uns den Plan ändern: Du brichst sofort auf, ich komme schon klar.“

Der „Kumpel“ schien diesen Vorschlag überhaupt nicht zu begrüßen. Seine wütende Stimme drang gedämpft bis zu Fordola herüber. Verstehen, was er genau sagte, konnte sie aber nicht.

„Tut mir leid, Papalymo. Du kümmerst dich um meine Schwester, ja?”

Yda hatte die letzten Worte mit ihrer üblichen Unbeschwertheit ausgesprochen, bevor sie auflegte. Erleichtert, dass sie wieder die Alte zu sein schien, wollte Fordola sich ihr nähern, als sie hinter sich auf einmal Schritte hörte. Zu Tode erschrocken drehte sie sich um. Garleische Soldaten! Zwei, drei ... nein, beinahe ein Dutzend mussten es sein!

„Du hinterhältige Schlange!“

Noch nie hatte Fordola Yda mit solcher Kälte sprechen hören. Es dauerte einen Moment, bis sie begriff, dass die Worte ihr galten.

„W-Was?“

„Du hast mich in einen Hinterhalt gelockt. Verräterin!“

Fordola wollte protestieren, doch dann begriff sie. Das war nur Theater. Ein Schauspiel, das Yda für die Soldaten aufführte. Und sie selbst hatte nicht einmal bemerkt, dass sie verfolgt worden war. Fordola ärgerte sich über sich selbst.

„Nicht, dass du dir einbildest, du hättest meine Gefühle verletzt oder so was. Ich habe mich dir ohnehin nur genähert, weil ich dachte, eine reiche Kaufmannstochter könnte für meine Pläne nützlich sein. War wohl ein Fehler gewesen.“

Yda log weiter, was sie konnte, um den Verdacht zu zerstreuen, dass Fordola wie sie zum anti-garleischen Widerstand gehörte. Fordola biss sich auf die Lippen. Arrgh, wieso war sie nicht aufmerksamer gewesen! Einer der Soldaten begann, per Kontaktperle seinem Vorgesetzten die Lage zu berichten.

„Flieh, schnell!“

Obwohl Yda die Worte nur stumm mit den Lippen geformt hatte, verstand Fordola sie sofort. In diesem Augenblick streckte einer der Soldaten, die den Abstand stetig verringert hatten, die Hand nach Fordola aus. Fast gleichzeitig sprang Yda vom Boden ab, landete vor dem Soldaten und verpasste ihm einen Schlag in die Magengrube. Er gab einen erstickten Laut von sich und fiel um. Im Nu war Yda von den übrigen kaiserlichen Soldaten umzingelt. Sie ballte die Fäuste und tänzelte kampflustig herum.

„Greift mich doch alle zusammen an, wenn ihr euch einzeln nicht traut, feiges Pack!“

Dies ließ die Soldaten vor Wut aufheulen.

„Tötet die Wilde!“

Fordola lief los. Sie konnte Yda ohnehin nicht helfen und würde ihr nur im Weg stehen.

Sie rannte zwischen den Ruinen hindurch, so schnell ihre kurzen Kinderbeine sie tragen konnten. Doch sie kam nicht rasch genug voran. Bald war ihr einer der Soldaten dicht auf den Fersen. Als sie ihren Kopf nach hinten drehte, sah sie, wie sein erhobenes Schwert in der Sonne aufblitzte.
„Nein!“, dachte sie voller Panik und geriet ins Stolpern, doch da flog der Soldat auch schon durch die Luft, landete auf den Trümmern einer Ruine und blieb dort unbeweglich liegen.
Wenige Sekunden später stand Yda vor ihm und verpasste ihm einen schmerzhaften Fußtritt in die Rippen.

Als sich Yda zu Fordola umdrehte, kreuzten sich ihre Blicke. Ydas Helmvisier war aufgeklappt und die traditionelle Gesichtstätowierung der Mhigiten kam zum Vorschein. Yda lächelte ihre Freundin zärtlich an und verengte dabei ihre blauen, beinahe kristallklaren Augen. „Flieh!“, wollte Fordola ihr zurufen, doch sie brachte keinen Ton heraus.

Plötzlich trat Yda an die zitternde Fordola heran und strich ihr liebevoll über den Kopf.

„Du darfst nicht sterben. Hörst du? Solange du lebst, besteht Hoffnung. Also lebe!“

Sie lächelte Fordola sanft an, die von Schluchzen geschüttelt nur ein Nicken zustande brachte. Dann rannte sie den garleischen Soldaten entgegen, um sie aufzuhalten.

Yda tanzte im tiefroten Abendhimmel.
Ein Soldat nach dem anderen fiel um. Doch es waren zu viele Schwerthiebe, um alle zu parieren, zu viele Schläge und Schüsse, um ihnen allen auszuweichen. Fordola sah, wie sich die weiße Oberfläche des Salzsees nach und nach mit Ydas Blut rot färbte.

Der Strom der Soldaten, die zur Verstärkung herbeieilten, schien nicht abreißen zu wollen. Als wenn das nicht schon genug wäre, näherten sich nun auch noch riesige Magitek-Kampfmaschinen unheilvoll scheppernd aus der Stadt.
Yda würde gegen eine solche Überzahl nicht ankommen können. Aber es wäre ihr ohne Zweifel gelungen, ihre Gegner abzuschütteln. Sie hatte sich diesem aussichtslosen Kampf nur gestellt, um Fordola die Flucht zu ermöglichen. Um ein einziges Kind zu retten, hatte sie ihr eigenes Leben geopfert.

„Warum ... warum hast du das für mich getan?“

Vielleicht war es ja noch nicht zu spät, um Hilfe zu holen. Nur an wen sollte sie sich wenden? Wer würde jemandem wie Yda helfen wollen? Ihr fiel niemand ein und sie verfluchte ihre eigene Hilflosigkeit.
Fordola zwang ihre zitternden Beine, sich wieder in Bewegung zu setzen. Um des Überlebens willen – um der Hoffnung willen.
Solange du lebst, besteht Hoffnung.
Ydas Worte hatten sich tief in Fordolas Herz geprägt.

Dank Ydas klugem Verhalten fiel auf die junge Fordola kein Verdacht. Doch sie wusste genau, dass sie es sich nicht leisten konnte, noch einmal Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn sie in Ungnade fiel, würden die Garlear nicht davor zurückschrecken, ihre Familie und vielleicht sogar ihre Freunde in den Kerker zu werfen – und sie zu töten. Ihr blieb nichts anderes übrig, als sich ihren Weg als Bürgerin des Kaiserreichs nach oben zu erkämpfen. Sie wusste zwar nicht genau, von welcher Hoffnung Yda gesprochen hatte, aber eines Tages würde sie es verstehen. Bis dahin schwor sie sich zu überleben.

Mehrere Jahre waren vergangen. Langsam fuhr sich Fordola mit dem Finger über die frisch tätowierten mhigischen Linien in ihrem Gesicht. Sie dachte an die Frau, der sie ihr Leben verdankte – und noch viel mehr. Ihre Lehren würde sie für immer in ihrem Herzen tragen. Dann riss sie sich aus den Erinnerungen und marschierte los. Ihre Freunde, Ansfrid, Emelin und Hrudolf warteten auf sie.
An jenem Tag stellte Fordola ihr Beitrittsgesuch zur XII. Legion des Garleischen Kaiserreichs.


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