Es war eine lange und beschwerliche Reise durch Eorzea. Ich war müde, so unendlich müde. Durch das stetige schaukeln der Kutsche fiel es mir schwer wach zu bleiben. Doch irgendwann holt sich der Körper den Schlaf den er braucht. Eingehüllt vom knattern der Reifen auf dem waldigen Boden und dem Vogelgezwitscher in den Ästen der hohen Bäume, dämmerte ich langsam weg.
Ich träumte von einem Ort, den ich nie wirklich gesehen hatte. Meiner Heimat Othard. Einem Kontinent weit im Osten Eorzeas. Ich stellte mir die Weiten des Landes vor, so wie es vor dem Krieg mit den Garlearn ausgesehen haben mochte. War mir sicher das es dort ebensolche hohen Bäume gab, das es roch wie nach einem lauen Frühlingsregen. Kinderlachen und die Stimme meiner Mutter.
Doch dann wurde es schwarz um mich herum. Ich fühlte mich schwerelos und glitt langsam hinunter in der Hoffnung einen Boden zu erreichen. Ein warmes Gefühl durchflutete mich, das die Angst vor einem endlosen Fall in der Schwärze ausbremste. Ich hörte eine leise Stimme in meinem Inneren. "Hör hin..." und landete überraschend seicht auf einem nicht vorhanden Boden. Dann sah ich es, ein helles Licht, das die Dunkelheit durchdrang. "Hör hin, fühle es..." Ein blaues Sternenmeer umgab mich, überall funkelte und glitzerte, Streifen von Regenbögen zogen wie Sternschnuppen durch die Weiten. Das Licht strahlte eine solche Kraft aus, das ich mich langsam darauf zubewegte.

Doch plötzlich durchzogen schwarzrote Schlieren das Leuchten und eine nie gesehene Dunkelheit verschluckte den Weg vor mir. Ein Mann in einer schwarzen Kutte und einer seltsamen Maske materialisierte sich. Er schien nach mir greifen zu wollen. Kurz übermannte mich die Panik, doch diese warme Stimme gab mir Kraft. "Hör hin, fühle es, denk nach" Das Licht war nicht verschwunden. Es schwebte auf mich zu und erfüllte alles mit solch gleisendem Licht. Eine nie gekannte Kraft durchflutete mich. Ich lächelte und lies mich von dieser Kraft tragen, verändern und beflügeln. Nun stand ich dort.... gekleidet in einer Robe und ich war bewaffnet. Mein Bauchgefühl sagte mir, das ich gegen diesen Mann kämpfen musste, denn er schien all das Böse dieser Welt zu verkörpern.
Doch kurz bevor unsere Kräfte aufeinander prallten, wurde ich durch eine freundliche Stimme aus diesem Traum gerissen und landete wieder in der Realität.
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